Donnerstag, 19. April 2012

Bootloaderverzweiflung

 Vor einiger Zeit habe ich mir ein paar ATMEGA328-Microcontroller gekauft, man kann ja nie genug haben...

 Mit so einer MCU kann man aber nicht viel anfangen, solange man keinen Bootloader gebrannt hat. Erst dadurch wird der Chip kompatible zur Arduino-Welt.

 Es gibt diverse Anleitungen, wie man mit einem Arduino-Board als 'Brenner' oder (professioneller gesprochen) als ISP (=In System Programmer) den Bootloader auf den Chip bringt - und ich bin daran beinahe verzweifelt. Es hat tagelang nicht geklappt. Ich möchte daher hier kurz festhalten, wie ich es geschafft habe - als eigene Merkhilfe und vielleicht hilft es ja auch anderen Verzweifelten.

 Zunächst: ich arbeite eigentlich nur mit Macs und OS X, aber damit hat es nicht geklappt. Egal wie. Njet. Nope. Auch nicht mit anderen Widerständen in der Reset-Leitung oder Kondensatoren. Nada.

 Geschafft habe ich es mit einer Windows 7-Installation unter Parallels und den folgenden Punkten:

  • Arduino IDE in der Version 1.0
  • FTDI-Treiber installiert
  • Arduino Duemilanove Board als ISP
  • bei meinem MacBook Pro ging nur der untere USB-Port auf der linken Seite
  • Ändern der "avrdude.conf"; Signatur für den "ATMEGA328P" hinten von 0x0F auf 0x14 (weil ich ATMEGA328-PU-Chips hatte)
  • Brennvorgang mehrmals starten - häufig kommt beim ersten Mal "out of sync" und beim zweiten Mal klappt es; hier steht, man solle bei der IDE 1.0 ein Delay ändern, das versuche ich das nächste Mal.

 Nachdem diese Hürde genommen ist habe ich ein 'Arduino-ISP-Shield' im Fritzing-Fab in Auftrag gegeben, damit das Bespielen auch mechanisch stabiler wird - und der Chipwechsel mit einem 'Nullcraft'-Sockel weniger Fummelei ist. Inzwischen kann man die Platine auch hier ordern.

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